LITERATURHERBST KRUMBACH 2017

Im Rahmen des Literaturherbstes  ist das Mittelschwäbische Heimatmuseum bei zwei Lesungen Mitveranstalter.

cover 2017 B250

>> Hier könnenSie das Gesamtprogramm des Literaturherbstes herunterladen (5,5, MB, PDF)


 Nicholas Hebert, Avril 42

 Fr. 16.9.2017 um 19:30

Stalingrad, 24. Dezember 1942
…bitte entschuldige meine Schrift. Meine Finger sind fast erfroren. Wir sind eingeschlossen in Stalingrad. Ich denke die ganze Zeit an Dich, in Frankreich. Wenn der Krieg zu Ende ist, werde ich kommen und wir werden zusammen sein. Ich liebe Dich“. Über die Gräben des Krieges hinweg: Für die junge Französin Marie ist der deutsche Soldat Bernd die Liebe ihres Lebens. Sie wird Bernd nie wieder sehen. 70 Jahre danach begeben sich Maries drei Enkelinnen in Berlin und Süddeutschland auf Spurensuche. Ihre Suche, gleichermaßen eine Selbstfindung, beschreibt Autor Nicolas Hebert in seinem Roman Avril 42 (April 42). Es sind bemerkenswerte Parallelen zu seinem ersten Buch „L‘Homme de Krumbach“ (Der Mann aus Krumbach), das er im vergangenen Jahr im Mittelschwäbischen Heimatmuseum vorgestellt hat. Nun ist der 1960 geborene Autor aus Nantes/Westfrankreich, dessen Mutter in ihrer Jugend in Krumbach gelebt hat, erneut in Krumbach zu Gast. In seiner Lesung verknüpft er die Parallelen von „Avril 42“ und „L‘Homme de Krumbach“: Es ist in einer zunehmend von Hass und Gewalt geprägten Gegenwart auch die bleibende Botschaft der Liebe. Nicolas Hebert ist am 1. Mai 1960 in Paris geboren. Er studierte Germanistik an der Universität Sorbonne/Paris und lebt heute in Nantes an der französischen Atlantikküste, wo er als Deutschlehrer an einem Gymnasium und als Dozent an der Universität arbeitet. Seit 2011 hat er mehrere Romane veröffentlicht. Sein erstes Werk ist der 2011 erschienene Roman „L’Homme de Krumbach“ mit sehr starken autobiografischen Zügen – eine zentrale Rolle spielt dabei sein Krumbacher Großvater. Avril 42 ist die Geschichte einer tragischen Liebe zwischen einer jungen Französin und einem deutschen Soldaten während des Krieges.

Lesung in Deutsch und Französisch

Moderation: Peter Bauer
Übersetzung: Catharina Bosch

asta scheib

ASTA SCHEIB
STURM IN DEN HIMMEL + KINDER DES UNGEHORSAMS

Mittwoch, 29.11.2017, 19:30

Asta Scheib (*1939) gehört zu den bekanntesten deutschen Autorinnen. Sie arbeitete als Redakteurin und Journalistin für Zeitungen und Zeitschriften, bevor sie in den achtziger Jahren ihren ersten Roman veröffentlichte. Ihr literarisches Werk umfasst Kurzgeschichten, Erzählungen und sehr erfolgreiche Romane, u.a. die Romanbiographie über Giovanni Segantini „Das Schönste, was ich sah“. Über ihre Luther-Romanbiographie „Sturm in den Himmel“ schreibt die NZZ am Sonntag: Dank dem Wagnis, dunkle Stellen in Luthers Leben mit dichterischer Fantasie zu erhellen, könnte es den Nachgeborenen den sonst eher schwer zugänglichen Reformator innerlich näherbringen als manch eine historisch exakte Biografie! Die Autorin erhielt diverse Auszeichnungen und lebt mit ihrer Familie in München. Sturm in den Himmel (Verlag Hoffmann und Campe)


Schon mit fünf Jahren besuchte Luther die Schule in Mansfeld. Mit vierzehn wechselte er nach Magdeburg, später nach Eisenach. Orte, die dem Jugendlichen ein Tor zur Welt öffneten. Damals ahnte er noch nicht, dass er einmal die katholische Kirche reformieren würde, und bis heute weiß man wenig über den jungen Luther. Asta Scheib begibt sich in ihrer Romanbiographie auf eine Spurensuche. Kinder des Ungehorsams (Verlag dtv) Als der ehemalige Mönch Martin Luther 1525 die ehemalige Nonne Katharina von Bora heiratet, ist das nicht nur für die Kirche eine ungeheure Provokation, sondern löst selbst bei den Anhängern des Reformators Befremden aus. Doch Martin und Katharina lassen sich nicht beirren. Spannend und mit großem Einfühlungsvermögen erzählt Asta Scheib die bewegte und bewegende Geschichte der Ehe dieser beiden außergewöhnlichen Menschen. MUSIKBEGLEITUNG Gertrud Wenz an der Harfe.

Veranstalter: Evang. luth. Kirchengemeinde + vhs Krumbach + Mittelschwäb. Heimatmuseum