Geschichte des Mittelschwäbischen Heimatmuseums

1908

Erste Anregungen des Bezirksamtmanns Ernst Riedel (1867-1937), die dem damals allgemein propagierten "Heimatschutzgedanken" folgten, eine Sammlung von Kunstobjekten und Gegenständen der Vorfahren anzulegen. Diese Anregungen wurden in Krumbach allerdings nicht konsequent in die Tat umgesetzt.

1932

Gründung des Heimatvereins für den Bezirk Krumbach. Besondere Verdienste erwarben sich dabei Richard Hilber (1883-1947), Hans Scheitter (1971-1955), und Franz Hofmeister (1894-1980), der von 1941 bis 1969 das Amt des Heimatpflegers versah. Mit Gründung des Vereins wurde intensiver gesammelt.

1938

Die Stadt Krumbach erwarb das ehem. jüdische Anwesen Augsburger Str. 5, heute Heinrich-Sinz-Str. 5 und plante, hier ein Heimatmuseum zu eröffnen. Der Zweite Weltkrieg verzögerte das Projekt. Der Oberregierungsrat am Bezirksamt Krumbach Christian Wallenreiter (1900-1980) förderte den Gedanken zur Einrichtung eines "Heimathauses" und rief die Bevölkerung dazu auf, Gegenstände dafür abzugeben.

1950

Das Konzept von Landeskonservator Joseph Maria Ritz konnte erst nach dem Zweiten Weltkrieg realisiert werden. Im September 1950 wurde das Museum eröffnet. In den Folgejahren wurde das Konzept allerdings durch Veränderungen und Hinzufügen neu erworbener Objekte stark überformt. Bauliche Mängel, mangelhafte Heizung und eine nicht funktionierende Alarmsicherung machten zusätzlich eine Sanierung und Neukonzeption notwendig.

1995

Der 1995 gegründete Zweckverband Mittelschwäbisches Heimatmuseum erwarb mit der früheren Gaststätte „Krone“ eine Nachbargebäude, das seit 1996 ebenfalls zum Museum umgebaut wurde. Mit der Fertigstellung des ersten Baubschnittes im September verfügte das Museum über einen neuen Eingangsraum mit Kasse und Garderobe, Sanitärbereich, Verwaltung, Depoträume und eine über zwei Etagen reichende neue Präsentation. Das Konzept von Wolfgang Ott M.A. wurde im konstruktiven Zusammenwirken des Architekten Konrad Kling, Krumbach, dem Innenarchitekturbüro Margarete Kolb, Augsburg und der Werkstatt für Gestaltung Robert Köhler und Waltraud Brandner realisiert. Der Zweckverband Mittelschwäbisches Heimatmuseum als Träger speist sich jeweils zur Hälfte aus Mitteln des Landkreises Günzburg und der Stadt Krumbach. Der Objektbestand wird vom Heimatverein eingebracht.

2000

Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes im September 2000 wurde mit der aufwändigen Sanierung des denkmalgeschützten ehemalig jüdischen Bürgerhauses samt Hinterhaus begonnen. Die teilweise im Zustand der Präsentation vor der Schließung der Schauräume erhaltenen Bereiche werden ergänzt durch zeitgemäß gestaltete Museumsräume.

2003

Seit Abschluss dieses zweiten Bauabschnittes im September 2003 setzt sich das Mittelschwäbische Heimatmuseum Krumbach aus insgesamt 4 Gebäuden zusammen. Über das Freigelände mit einem historischen Stellwerk der Bahn ist eine verglaste Remise zu erreichen, die wichtige Fahrzeuge beherbergt.


 

Der Zweckverband Mittelschwäbisches Heimatmuseum

  • Hubert Hafner, Landrat, Verbandsvorsitzender
  • Hubert Fischer, Erster Bürgermeister, stellv. Verbandsvorsitzender
  • Monika Riß, Kreisrätin
  • Gabriele Wohlhöfler, Kreisrätin
  • Maximilian Deisenhofer, Kreisrat
  • Johanna Herold, Stadträtin
  • Christian Plail, Stadtrat
  • Hermann Mayer, Stadtrat
  • Wilhelm Fischer, Vorsitzender Heimatverein Krumbach
  • Dagobert Smija, Heimatverein Krumbach
  • Michael Nagenrauft, Heimatverein Krumbach